Aktuelles vom Bottsand

am Samstag, den 9. November, hat mit der Ankunft von 11 Highlandrindern die winterliche Weidesaison auf dem Bottsand begonnen. Bereits am letzten Wochenende haben wir mit der tatkräftigen Unterstützung von vielen Aktiven die Vorbereitungen dafür erledigt und konnten den Elektrozaun in der Rekordzeit von nur zwei Stunden setzen. Über die Aktion wurde im Probsteier Herold berichtet; hier der Artikel von Frau Schymroch:

Wie uns Andreas Fischer vom Highlanderhof Kiene erzählte, kommen die etwa eineinhalbjährigen Rinder von den beiden Inseln im Lanker See zum Bottsand. Dort können sie nicht überwintern, da sie bei Eisgang möglicherweise einbrechen könnten. Gestern gab es jedoch Schwierigkeiten, sie von den Inseln zum Bottsand zu bringen, denn eine Färse hatte sich losgerissen und musste zurückgelassen werden. Hoffentlich wird sie in den nächsten Tagen zum Bottsand nachkommen können, um sich auch noch an der Biotoppflege zu beteiligen.
Die abenteuerliche Seereise der Highländer wurde von einem Team des Schleswig-Holstein-Magazins begleitet. Wer den Beitrag verpasst hat, kann ihn unter folgendem Link in der NDR-Mediathek finden:
ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Hochlandrinder-die-ueber-Wasser-fahren,hochlandrinder140.html


Bruterfolge in dem NSG Bottsand

Küsten- und Zwergseeschwalben - Fotos: NABU / Matthias Haupt

 


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Dies ist der erste Bericht 2019 über das NSG Bottsand ...
Bottsandbericht 2019 I.pdf
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... und dies der zweite Bericht 2019 über das NSG Bottsand
Bottsandbericht 2019 II.pdf
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Vorbereitung für die Ankunft der Seeschwalben

Der Probsteier Herold berichtete über die Seeschwalbenhilfsaktion unserer unverdrossenen Mitstreiter auf dem Bottsand vom verregneten Wochenende des 13. April 2019.

Quellle: Probsteier Herold, Marie Schymroch
Quellle: Probsteier Herold, Marie Schymroch

Erfolgsbericht 2018

Anfang Mai 2018 sammelten sich über hundert Zwergseeschwalben am Bottsand und starteten Mitte des Monats in die Brutsaison. 59 Brutpaare begannen mit dem Brutgeschäft, eine Anzahl, die zuletzt vor über 50 Jahren erreicht wurde. Dank der sehr guten Beobachtungsmöglichkeit gelang es den VogelwärterInnen bei 45 der 59 Paare Angaben sowohl zum Brutbeginn als auch zum Schlupftermin und -erfolg zu machen.

Bedingt durch das gegen Prädatoren geschützte Brutfeld und die durchgehend gute Witterung gab es keine Nachgelege, fast alle Gelege kamen zum Schlupf. Von den vom Beoachtungsturm aus einsehbaren 45 Gelegen schlüpften 114 Küken, als Gesamtzahl der 2018 am Bottsand geschlüpften Zwergseeschwalben gehen wir von 146 Vögeln aus. Bemerkenswert war der synchronisierte Schluptermin: zwischen dem 03. und 09. Juni schlüpften über 80% der beobachteten Gelege, am 06. Juni
war bereits die Hälfte geschlüpft.

Die Küken wuchsen auffällig schnell heran, was wir auf die in diesem Frühjahr auch witterungsbedingt ausgesprochen gute Nahrungsverfügbarkeit für die Alttiere auf der Ostsee zurückführen. Im Vergleich zu 2017 mussten die weit im Probsteier Hinterland liegenden Gewässer deutlich seltener aufgesucht werden.

Bereits 16 Tage später, am 22.06. war der überwiegende Teil der überlebenden Vögel flügge und flog aus dem Feld an den vorgelagerten Strand und ließ sich dort füttern. René Schaack filmte in den folgenden Tagen dort mindestens 22 junge Zwergseeschwalben gleichzeitig am Spülsaum, wir gehen jedoch davon aus, dass mindestens 50 Tiere flugfähig geworden sind. René stellt auf Nachfrage gerne Bilder vom Brutgeschehen zur Verfügung.

Offensichtlich haben es die später geschlüpften Küken nicht mehr geschafft groß zu werden, da die Fütterungsaktivität in dem Brutfeld nach dem Abzug der "Großen" abrupt abbrach und nur noch diese am Strand gefüttert wurden. Die kleineren Küken sind in den Tagen vorher wahrscheinlich Sturmmöwen zum Opfer gefallen, obwohl Verluste in dieser Größenordnung nicht vom Vogelwart beobachtet wurden. Eine Überlebensrate von einem Drittel der Küken bis zum Flüggewerden ist für die langlebigen Zwergseeschwalben jedoch erfolgreich.

Derzeit üben die Jungvögel den Jagdflug und werden von ihren Eltern trotzdem intensiv versorgt. Die Abwanderung hat begonnen, wir sind gespannt an welchen Küstenabschnitten in den nächsten Tagen junge, unausgefärbte Zwerg- und Küstenseeschwalben beobachtet und gemeldet werden.

Willi und Carsten


Bilder vom Brutgebiet auf dem Bottsand

Diese tollen Aufnahmen konnte der ambitionierte Hobbyfotograf René Schaack am 22. Juli 2018 im Brutgebiet machen.
Er berichtete dass die Seeschwalben erstaunlich wie viel Fisch mitbrachten, trotz eines kräftigen Windes. Oder gerade deswegen?! Sie schleppten fast nur kleine Hornhechte, Aale und ein paar Seenadeln an. Also Fische die sich hauptsächlich in den Seegraswiesen aufhalten. Und die wurden wohl durch Wind und Wellen gut durchmischt.