NSG „Bottsand“

Der Bottsand ist ein von der Ostsee geformter Nehrungshaken mit Strandwällen, Dünen und Trocken-rasenflächen. Der Strand wird von bedrohten Vogelartenwie den Zwerg- und Küstenseeschwalben sowie dem Sandregenpfeifer als Brutplatz genutzt. Um eine ungestörte Entwicklung des Strand- und Dünenlebensraumes mit seinen spezialisierten Tier- und Pflanzenarten sicherzu-stellen, gilt hier ein ganzjähriges Betretungsverbot. Im Frühjahr wird zum Schutz einer neu geschaffenen Brutfläche von NABU-Aktiven ein Elektrozaun auf- und im Winter wieder abgebaut.

 

Kontakt: Schutzgebietsreferent Carsten Harrje
Tel. 04343-424580, harrje(at)gmx.de 

 

Da das Schutzgebiet ganzjährig gesperrt ist, können Sie einen Überblick über Flora und Fauna des Bottsander Nehrungshakens in der Naturstation Bottsand erhalten.


Liebe Freunde des Bottsandes,

die Brutsaison 2018 im Brutfeld war, wie schon berichtet, mit etwa 50 flüggegewordenen Zwergseeschwalben außerordentlich erfolgreich und ist jetzt endgültig vorbei. Daher steht jetzt der Abbau des Zaunes an. Zwischenzeitlich haben wir bereits die Litzen und das Geflügelnetz demontiert, nun geht es an den Maschendraht und die Pfähle.

Als Termin dafür habe ich den nächsten Freitag, den 24. August vorgesehen. Starten wollen wir um 9 Uhr an der Naturstation. Da der Abbau aber länger dauern wird ist es hilfreich, wenn frische Kräfte später oder auch erst gegen Mittag dazustoßen können. Über eine Rückmeldung unter harrje(at)gmx.de würde ich mich freuen.

 

Ein schönes Wochenende wünscht

Carsten Harrje


Erfolgsbericht 2018

Anfang Mai 2018 sammelten sich über hundert Zwergseeschwalben am Bottsand und starteten Mitte des Monats in die Brutsaison. 59 Brutpaare begannen mit dem Brutgeschäft, eine Anzahl, die zuletzt vor über 50 Jahren erreicht wurde. Dank der sehr guten Beobachtungsmöglichkeit gelang es den VogelwärterInnen bei 45 der 59 Paare Angaben sowohl zum Brutbeginn als auch zum Schlupftermin und -erfolg zu machen.

Bedingt durch das gegen Prädatoren geschützte Brutfeld und die durchgehend gute Witterung gab es keine Nachgelege, fast alle Gelege kamen zum Schlupf. Von den vom Beoachtungsturm aus einsehbaren 45 Gelegen schlüpften 114 Küken, als Gesamtzahl der 2018 am Bottsand geschlüpften Zwergseeschwalben gehen wir von 146 Vögeln aus. Bemerkenswert war der synchronisierte Schluptermin: zwischen dem 03. und 09. Juni schlüpften über 80% der beobachteten Gelege, am 06. Juni
war bereits die Hälfte geschlüpft.

Die Küken wuchsen auffällig schnell heran, was wir auf die in diesem Frühjahr auch witterungsbedingt ausgesprochen gute Nahrungsverfügbarkeit für die Alttiere auf der Ostsee zurückführen. Im Vergleich zu 2017 mussten die weit im Probsteier Hinterland liegenden Gewässer deutlich seltener aufgesucht werden.

Bereits 16 Tage später, am 22.06. war der überwiegende Teil der überlebenden Vögel flügge und flog aus dem Feld an den vorgelagerten Strand und ließ sich dort füttern. René Schaack filmte in den folgenden Tagen dort mindestens 22 junge Zwergseeschwalben gleichzeitig am Spülsaum, wir gehen jedoch davon aus, dass mindestens 50 Tiere flugfähig geworden sind. René stellt auf Nachfrage gerne Bilder vom Brutgeschehen zur Verfügung.

Offensichtlich haben es die später geschlüpften Küken nicht mehr geschafft groß zu werden, da die Fütterungsaktivität in dem Brutfeld nach dem Abzug der "Großen" abrupt abbrach und nur noch diese am Strand gefüttert wurden. Die kleineren Küken sind in den Tagen vorher wahrscheinlich Sturmmöwen zum Opfer gefallen, obwohl Verluste in dieser Größenordnung nicht vom Vogelwart beobachtet wurden. Eine Überlebensrate von einem Drittel der Küken bis zum Flüggewerden ist für die langlebigen Zwergseeschwalben jedoch erfolgreich.

Derzeit üben die Jungvögel den Jagdflug und werden von ihren Eltern trotzdem intensiv versorgt. Die Abwanderung hat begonnen, wir sind gespannt an welchen Küstenabschnitten in den nächsten Tagen junge, unausgefärbte Zwerg- und Küstenseeschwalben beobachtet und gemeldet werden.

Willi und Carsten


Bilder vom Brutgebiet auf dem Bottsand

Diese tollen Aufnahmen konnte der ambitionierte Hobbyfotograf René Schaack am 22. Juli 2018 im Brutgebiet machen.
Er berichtete dass die Seeschwalben erstaunlich wie viel Fisch mitbrachten, trotz eines kräftigen Windes. Oder gerade deswegen?! Sie schleppten fast nur kleine Hornhechte, Aale und ein paar Seenadeln an. Also Fische die sich hauptsächlich in den Seegraswiesen aufhalten. Und die wurden wohl durch Wind und Wellen gut durchmischt.


Bilder vom Bottsand und Umgebung

Diese tollen Aufnahmen gelangen dem ambitionierten Hobbyfotografen René Schaack am 17. November 2017.
Er notierte für uns:

"Zu meiner großen Freude konnte ich heute am Strand bei der Ferienhaussiedlung Wendtorfer Schleuse/Heidkate meine erste Sumpfohreule fotografieren. Ein sicherlich seltenes Bild und wieder was für die Highlight Sammlung im Bereich Bottsand. Sie kam von der Ostsee und nach kurzer Rast am Strand (siehe Bild) flog sie zur Ferienhaussiedlung. Von dort wird sie  entweder zum Barsbeker See oder zum Bottsand geflogen sein. ...

Am Bottsand selber konnte ich direkt vor der NABU-Station einen Silberreiher fotografieren."

 


Hier finden Sie einige Publikationen über das NSG "Bottsand":

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Betreuungsbericht 2018 / 1
Der 1. Betreuungsbericht des Schutzgebietsreferenten zum NSG Bottsand von 2018
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Bottsandbericht 2018 1.pdf
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Betreuungsbericht 2017
Der Betreuungsbericht des Schutzgebietsreferenten zum NSG Bottsand von 2017
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Betreuungsbericht 2017 Bottsand.pdf
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Vogelschutz auf dem Bottsand
Ein Artikel aus dem NABU-Magazin „Betrifft: Natur“, Ausgabe 4 / 17
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NABU_BetrifftNatur4-17_Art_Bottsand_2017
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Ein echter Schwalbensommer
Ein Artikel aus der Ostholsteiner Zeitung (Kieler Nachrichten) vom 15.07 2017
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Seeschwalbensommer_KN_15_07_2017.pdf
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Zwergseeschwalben fliegen auf neue Sandbank
Ein Artikel aus der Ostholsteiner Zeitung (Kieler Nachrichten) vom 31.05 2017
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ZwSS fliegen auf die Sandbank_KN OH_31_0
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Naturschutzgebiet Bottsand
Ein Rundbrief des Schutzgebietsreferenten NSG Bottsand vom 27.01.2017
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Rundbriefpdf 1 2017.pdf
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Vogelschutz mit Zaun und Haube
Ein Artikel aus der Ostholsteiner Zeitung (Kieler Nachrichten) vom 05.04 2016
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Bottsand Zwergseeschwalbenschutz KN HZ 0
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