Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017

Gesucht: Waldkauz, Vogel des Jahres 2017

Waldkauz - Foto: Sabine Hagenacker
Waldkauz - Foto: Sabine Hagenacker

Der NABU hat den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017 gewählt. Daher soll in Kiel eine Erfassung des Waldkauz-bestandes durchgeführt werden. Der Waldkauz ist in ganz Kiel verbreitet. Sowohl in den Wäldern als auch in den Parks sind nun die Rufe, das typische „Huh-Huhuhu-Huuuh“, zu hören. Die Art brütet in großen Baumhöhlen, manchmal auch in Gebäuden. Allerdings werden große Baumhöhlen immer seltener. Grund dafür ist die forstliche Nutzung sowie die Baumrodungen wegen Verkehrssiche-rungspflicht. Daher hat der Waldkauz zunehmend Probleme bei der Suche nach Nistplätzen.

 

Wenn wir einen Überblick über das Vorkommen in Kiel haben, sollen Schutzmaßnahmen getroffen werden. Kurzfristig kann das durch das Aufhängen von Nisthöhlen geschehen, langfristig müssen sich wieder Baumhöhlen bilden können. Dies geht aber nur, wenn alte Bäume nicht gerodet werden.

 

Wir freuen uns, wenn Sie uns Waldkauzvorkommen in Kiel melden. Im März sind die bekannten Balzrufe der Männchen zu hören. Nach dem Ausflug der Jungvögel im Mai ist es der weit hörbare Lockruf der Altvögel, das „ku-witt“, der die Anwesenheit des Waldkauzes verrät. Beide Rufe können auf folgender Seite angehört werden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Waldkauz.

 

Meldungen bitte an: vorstand(at)NABU-Kiel.de.

Vielen Dank

 

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Der Stieglitz - Vogel des Jahres 2016

Botschafter für mehr Farbe und Artenvielfalt

Stieglitz - Foto: Frank Derer
Stieglitz - Foto: Frank Derer

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Stieglitz (Carduelis carduelis) zum „Vogel des Jahres 2016“ gewählt, der zu den farbenfrohesten Vögeln Deutschlands zählt. Der auch Distelfink genannte Stieglitz steht für vielfältige und farbenfrohe Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume. Bunte Landschaften mit ausreichend Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Mehr


Der Habicht - Vogel des Jahres 2015

Illegale Verfolgung bedroht den Greifvogel

Der Habicht - Vogel des Jahres 2015. Foto: Peter Kühn
Der Habicht - Vogel des Jahres 2015. Foto: Peter Kühn

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz, haben den Habicht zum „Vogel des Jahres 2015“ gekürt. Auf den Grünspecht folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch illegal verfolgt wird, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.

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Der Grünspecht - Vogel des Jahres 2014

Höhlenbewohner mit klebriger Zunge

Der Vogel des Jahres 2014 benötigt alte Bäume, in die er seine Höhlen bauen kann. Die meiste Zeit findet man den Grünspecht aber am Boden, wo er unermüdlich nach Ameisen sucht.

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Die Bekassine - Vogel des Jahres 2013

2013 wird ein wichtiges Jahr. Denn die Bekassine, Vogel des Jahres 2013, ist vom Aussterben bedroht. Sie hat damit zu kämpfen, dass Moore und Feuchtwiesen immer weiter schwinden. In den letzten 20 Jahren sind die Bestände um mindestens 50 Prozent zurückgegangen! Doch wir können ihr helfen. Erhalten Sie mit uns gemeinsam die letzten Lebensräume der Bekassine und sorgen Sie dafür, dass sie und viele andere Wiesenvögel wieder bessere Lebensbedingungen finden. Das gelingt ganz einfach, indem wir Gräben verschließen, Kleingewässer anlegen, torffreie Gartenerde verwenden und in der Öffentlichkeit für unseren Vogel des Jahres eintreten.

Sie wissen sicher, dass die Bekassine auch gerne „Meckervogel“ genannt wird. Das „Wummern“ während der Balz hat ihr diesen Namen gegeben. Lassen Sie uns in diesem Jahr gemeinsam meckern, um wachzurütteln. Denn die immensen Veränderungen in der Landschaft und den Verlust von Grünland zugunsten von Maisäckern und Biogasanlagen dürfen wir nicht länger hinnehmen.


Die Dohle - Vogel des Jahres 2012

Sympathischer Vogel mit Imageproblemen

Die kontaktfreudige Dohle ist meist in Gruppen oder mit ihrem Partner unterwegs. Auf Nahrungssuche oder auf ein lautstarkes „Schwätzchen“ vor dem Schlafengehen schließt sie sich gern Saat- oder Rabenkrähen an. Unter ihnen fällt sie vor allem durch ihre geringere Größe auf, denn Dohlen sind die kleinsten Vertreter der Rabenvögel mit schwarzem Federkleid.

 

Bis heute teilt sie das Schicksal ihrer schwarz gefiederten Verwandten: Früher galt sie als Unglücksbringer, der Krankheiten wie die Pest und damit den Tod ankündigte. Auf mittelalterlichen Abbildungen sind Dohlen häufig zusammen mit Hexen zu sehen. Studien des Verhaltensforschers Konrad Lorenz über ihre Lernfähigkeit und Intelligenz haben viel dazu beigetragen, dass die Dohle an Sympathie gewann. Die Geschichten über seine frei fliegenden Dohlen fanden ein breites Publikum, das von dem hoch organisierten Sozialleben dieser Art beeindruckt war. Dem Image der Dohle hat dies tatsächlich geholfen.

 

Teils aus Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit, teils aus Absicht zerstörten Hausbesitzer bei Renovierungen oder Gebäudesanierungen in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Brutplätze der Dohle. Viele Gemeinden vergitterten oder verschlossen Einflugmöglichkeiten in Kirchtürmen. Die Dohle ist jedoch dringend auf Nistplätze in unseren Siedlungen angewiesen, denn die Populationen der Baum- und Felsbrüter sind zusammengebrochen. Nur in unseren Dörfern und Städten in direkter Nachbarschaft zu uns Menschen können wir ihr eine Zukunft bieten.

 

In Deutschland brüten nach gegenwärtigem Stand rund 100.000 Dohlenpaare. Nahezu aus allen Regionen werden rückläufige Zahlen gemeldet. Deshalb steht die Dohle in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten oder auf der Vorwarnliste. In Brandenburg ist die Art nach jahrzehntelangen Rückgängen inzwischen vom Aussterben bedroht. Nur im Nordwesten Deutschlands halten sich noch größere und stabile Bestände.

Mit der Wahl zum Vogel des Jahres 2012 rückt die Dohle ins Rampenlicht. NABU und LBV zeigen in diesem Jahr, wie wir ihr im Siedlungsbereich helfen und wichtige Nahrungsgrundlagen in der Kulturlandschaft erhalten können. Auch für die wenigen verbliebenen Fels- und Baumbrüter setzen wir uns ein. Am Beispiel der schlauen Dohle wollen wir zudem eine Lanze brechen für die oft zu Unrecht geschmähten Rabenvögel.

 

Informationen zur Dohle

Der Gartenrotschwanz ist Vogel des Jahres 2011

Kleiner Vogel mit großen Ansprüchen

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben heute in Berlin den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) zum „Vogel des Jahres 2011“ gekürt. Der früher weit verbreitete und recht häufige Singvogel mit dem namensgebenden ziegelroten Schwanz ist heute in vielen Regionen selten geworden. Besonders im Westen Deutschlands ist er aus zahlreichen Dörfern und Kleinstädten verschwunden. Immer weniger Gärten genügen heute noch seinen Ansprüchen.

 

„Im Jahr des Gartenrotschwanzes wollen wir auf die Gefährdung dieses farbenprächtigen Vogels aufmerksam machen und zeigen, dass oftmals schon mit einfachen Mitteln neue Lebensräume wie Streuobstwiesen geschaffen werden können", sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Gartenrotschwänze brauchen Nisthöhlen, wie sie vor allem in alten Obstbäumen zu finden sind. Streuobstwiesen zählen daher zu den typischen Lebensräumen. Mit ihren hochstämmigen Obstbäumen, die ein hohes Alter erreichen können, bieten sie sowohl geeignete Brutplätze als auch die notwendigen Sitzwarten, von denen die Vögel nach Insekten jagen.

 

Informationen zum Gartenrotschwanz


Vogel des Jahres 2010 - Der Kormoran

Der Meistertaucher wird oft zu Unrecht verfolgt

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu Tausenden geschossen und vertrieben wird. So werden jedes Jahr in Deutschland rund 15.000 Kormorane getötet.