Theodor-Heuss-Ring


Stellungnahme zum Entwurf Fortschreibung Luftreinhalteplan Kiel

Der NABU Kiel lehnt das Vorhaben in der vorgelegten Form grundsätzlich ab. Die im Entwurf genannten Maßnahmen, wie z.B. dass Dieselfahrzeuge nur die linke Spur  nutzen dürfen, zielen nur darauf ab, die Messwerte von Stickstoffdioxid an der Messstelle Theodor-Heuss-Ring als Jahresmittelwert unter den erlaubten Grenzwert zu bringen.
Wie im Entwurf selbst festgestellt wird (S. 38), führen die Maßnahmen nicht zu einer Senkung der Verkehrszahlen auf dem Theodor-Heuss-Ring. Eine Lösung im Sinne der Ursachenbekämpfung wird somit nicht verfolgt.

Der NABU Kiel fordert daher viel weitreichendere Maßnahmen, die vor allem eine Reduzierung des Verkehrs in der Innenstadt zum Ziel haben. Dazu zählen auch viele Maßnahmen, die kurzfristig umzusetzen sind.

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Stellungnahme zum Entwurf Fortschreibung Luftreinhalteplan Kiel
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Unsere Pressemitteilung zum Luftreinhalteplan am Theodor-Heuss-Ring

Land hält Luftreinhalteplan der Stadt Kiel als nicht ausreichend wirksam

 

Der NABU Kiel sieht sich in seiner Kritik am Luftreinhalteplan zum Theodor-Heuss-Ring bestätigt. Die Maßnahmen der Stadt Kiel sind bei Weitem nicht ausreichend. Viele der Maßnahmen wirken zudem nur punktuell direkt an der Messstelle. Daran ändern auch die vom Land jetzt vorgeschlagenen Absauganlagen nichts, auch wenn dadurch die Schadstoffmengen direkt an der Messstelle unter den Grenzwerten liegen sollten.

 

Der NABU Kiel fordert viel weitreichendere Schritte von Politik und Verwaltung. Visionen statt punktuellen Handelns. „Der Kieler Innenstadtbereich muss als Umweltzone ausgewiesen werden, in dem keine älteren Dieselfahrzeuge reinfahren dürfen“, so Hartmut Rudolphi, Vorsitzender des NABU Kiel. Dadurch müssten Pendler, Tagesgäste und Touristen auf den umweltfreundlichen ÖPNV oder Fahrrad umsteigen. Eine Maßnahme die noch dieses Jahr umsetzbar wäre. Für Pendler gibt es kein verbrieftes Recht einerseits außerhalb von Kiel im Grünen zu wohnen und dann die Bewohner der Innenstadt mit Abgasen, Lärm und Verkehrsstress zu belasten. Auch wenn Grenzwerte an anderen Orten der Stadt eingehalten werden, besonders Kleinkinder und ältere Menschen müssen unter den Schadstoffen gesundheitlich leiden.

 

Eine Umweltzone würde zudem die dringend benötigte Verkehrswende beschleunigen. Andere Städte wie Karlsruhe machen es vor. Neben der Umweltzone müsste zudem noch ein ganzes Maßnahmenpaket beschlossen werden, das über den Luftreinhalteplan der Stadt hinausgeht, wie verstärkter Ausbau des ÖPNV, ein permanenter Rückbau von Parkplätzen und Umwandlung von Straßen zu Radwegen. Z.B. kann auf dem Westring der Autoverkehr von vier auf zwei Spuren beschränkt werden. Die freiwerdenden Spuren können zu Radweg und Grünstreifen umgewandelt werden.

 

Die ganzen Maßnahmen führen auch zu einem großen Gewinn an Lebensqualität für die Menschen in Kiel.

 

V.i.S.d.P. Hartmut Rudolphi

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NABU Kiel Pressemitteilung zum Luftreinhalteplan am Theodor-Heuss-Ring
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