AG Meeresschutz

Die Weltmeere sind bedroht durch die industrielle Fischerei, Klimawandel und Verschmutzung. Auch der Zustand des Binnenmeeres vor unserer Haustür, die Ostsee, ist besorgniserregend. Flora und Fauna haben durch vielfältige zerstörerische Einflüsse des Menschen zu leiden. Die Biodiversität ist in Gefahr.

Eines der größten Probleme auch der Ostsee ist der Plastikmüll im Meer, insbesondere das Mikroplastik.

Wir möchten die Aufmerksamkeit auf dieses Thema richten, die Menschen informieren und sensibilisieren. Durch verschiedene gemeinschaftliche Aktionen, mit denen wir auch Kinder und Jugendliche ansprechen, wollen wir Druck auf Politik und Wirtschaft ausüben. Auch wir selber können unser Handeln ändern. Deshalb wollen wir auch praktische Tipps geben, um Plastikmüll zu vermeiden.

Die AG Meeresschutz besteht seit dem 31. Januar dieses Jahres, ist somit also noch in der Phase des Findens. Wir würden uns über weitere Menschen freuen, denen die Ostsee auch am Herzen liegt und die Ideen, Engagement und Wissen einbringen können.

Wir treffen uns jeden letzten Donnerstag im Monat jeweils um 19 Uhr im Kollhorst.

 

Kontakt: Martina Ikert
nabu-kiel-meeresschutz(at)hotmail.com


Hilfe beim Fishing-for-Litter-Projekt des NABU

Fotos: NABU/Martina Ikert

 

Am 8. November haben vier Aktive des NABU Kiel auf dem Remondis Recyclinghof in Melsdorf beim Projekt Fishing-for-Litter mitgeholfen und den Müll aus den Häfen in Eckernförde und Heikendorf sortiert, gezählt und teilweise gewogen.
Das Projekt wird geleitet von Nils Möllmann, Referent Meere ohne Plastik, und unterstützt von der EU sowie von den Ländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Ziel ist es, den Müll aus dem Meer zu bergen, Daten zu erheben und die Akteure aktiv anzusprechen. In Zusammenarbeit mit der FH Magdeburg-Stendal werden die Eigenschaften hauptsächlich der Kunststoffe untersucht, um das Material als wertvolle Ressource zu recyceln.

Bisher beteiligen sich 150 Fischer an diesem Projekt an insgesamt 16 Häfen an Nord- und Ostsee.

Das Video Meere ohne Plastik – Fishing for Litter – Aus Abfall wird Neues zeigt eindrucksvoll und verständlich was genau hinter diesem Projekt steckt, die Ziele und die Logistik.
https://www.youtube.com/watch?v=ypQUEBfaaSk

Weitere Informationen zu diesem Thema:
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/meere-ohne-plastik/fishing-for-litter/index.html


International Coastal Cleanup Day 2019

Gemeinsame Strandsäuberungsaktion bei schönstem Wetter und guter Laune

Fotos: NABU/ Martina Ikert

 

Vielen Dank an alle Helfer und Helferinnen, die dem Aufruf zum Coastal Cleanup Day gefolgt sind und am Strand zwischen Laboe und Stein den Strand vom Müll befreit haben. Wir waren eine richtig große Gruppe, um die 30 Menschen, große und kleine. Ganz toll, wie auch die Kinder fleißig mitgeholfen haben. Die Fotos zeigen die verschiedenen Aktivitäten: sammeln, sortieren, klassifizieren, zählen, wiegen, dokumentieren. Die Daten werden an die Kieler Forschungswerkstatt geschickt, die dann die Ergebnisse der Reinigungsaktionen an der gesamten Kieler Förde an die Ocean Conservancy in Washington meldet, wo sie dann international ausgewertet werden.

Auch dieses Jahr standen die Zigarettenkippen zahlenmäßig an erster Stelle. Gesammelt wurden 430 Stück. Eine Zigarettenkippe braucht 5 Jahre, um zu verrotten. Das ist den meisten Rauchern scheinbar nicht bewusst.

Insgesamt können wir aber sagen, dass wir im Vergleich zum vorigen Jahr weniger Müll gefunden haben.


Coastal Cleanup Day 2018

Umweltaktivistinnen und -aktivisten reinigten den Strand bei Laboe im Rahmen des International Coastal Cleanup Day

 

Am 15. September, dem diesjährigen International Coastal Cleanup Day 2018, folgten 17 Personen dem Aufruf vom NABU-Kiel und trafen sich auf dem Parkplatz vor dem Restaurant El Mesón de Playa. Seit 2014 organisiert der NABU-Kiel die Müllsammelaktion am Strandabschnitt zwischen Laboe und Stein und beteiligt sich somit an der umfassenden Reinigung der Strände an der Kieler Förde, die wiederum von der Kieler Forschungswerkstatt koordiniert wird. Hierbei geht es nicht nur darum, die Strände zu reinigen, sondern auch, dass der gefundene Müll nach vorgegebenen Kategorien sortiert, gezählt und gewogen wird. Die Ergebnisse werden an die Ocean Conservancy in Washington (USA) gemeldet und international ausgewertet.

Nach der Begrüßung, einigen sehr wissenswerten Details zur Problematik der Vermüllung der Meere und einer Anleitung zum Ablauf der Aktion ging es dann Richtung Strand. Ungefähr in der Mitte des 1,6 km langen Strandabschnitts war schon eine Plane gekennzeichnet mit den einzelnen Kategorien für die Sortierung vorbereitet worden. In kleinen Gruppen durchkämmten die freiwilligen Helfer und Helferinnen von beiden Endpunkten aus den Strandabschnitt. Und staunten nicht schlecht, wie viel sie an dem augenscheinlich sauberen Strand an Müll vorfanden. Ein offensichtliches Problem an diesem Strandabschnitt ist die fehlende öffentliche Toilette und auch die einzige Mülltonne quillte über. Trotzdem sollte es den Strandbesuchern bewusst sein, dass sie für ihren eigenen Müll verantwortlich sind. Denn bei dem nächsten Hochwasser oder auch durch den Wind gelangt dieser Abfall in die Ostsee und trägt so zur Vermüllung bei. Anzahlmäßig stellten die Zigarettenkippen mit 1105 Stück die größte Müllsorte dar. Die nächstgrößere Kategorie waren die Plastik/Styropor-Teile, gefolgt von den Hygieneartikeln und den Lebensmittelverpackungen. Aufgesammelt wurden auch 9 Bestandteile aus Fischereiausrüstung.

Insgesamt wurden 25,5 kg Müll gesammelt, darunter auch ein kompletter Grill.

Der NABU-Kiel beteiligt sich an dieser weltweiten Aktion, um auf die Vermüllung der Meere aufmerksam zu machen. Wir als Verbraucher können aktiv mitwirken, indem wir z.B. bei Kosmetika darauf achten, dass kein Mikroplastik enthalten ist. Wichtig ist es auch die Flut an Lebensmittelverpackungen zu reduzieren und auf andere Produkte auszuweichen. Die EU-Kommission hat sich zwar für das Verbot von u.a. Einmalgeschirr aus Plastik, Strohhalme und Wattestäbchen ausgesprochen, aber die entsprechenden Gesetze müssen in den Ländern verabschiedet werden. Es muss eine umfassende Strategie zur Eindämmung des Plastikmülls und zum Schutz der Meere ausgearbeitet werden.

Fotos: NABU/ Martina Ikert

Gegen die Müllflut in unseren Meeren müssen alle Staaten endlich massiv angehen, die Meere sind letztendlich ein wichtiger Baustein im weltweiten Ökosystem und Nahrungsgrundlage für uns Menschen. Aber weder die Stadt Kiel noch das Land oder der Bund gehen ernsthaft gegen den Müll an.