AG Meeresschutz

Die Weltmeere sind bedroht durch die industrielle Fischerei, Klimawandel und Verschmutzung. Auch der Zustand des Binnenmeeres vor unserer Haustür, die Ostsee, ist besorgniserregend. Flora und Fauna haben durch vielfältige zerstörerische Einflüsse des Menschen zu leiden. Die Biodiversität ist in Gefahr.

Eines der größten Probleme auch der Ostsee ist der Plastikmüll im Meer, insbesondere das Mikroplastik.

Wir möchten die Aufmerksamkeit auf dieses Thema richten, die Menschen informieren und sensibilisieren. Durch verschiedene gemeinschaftliche Aktionen, mit denen wir auch Kinder und Jugendliche ansprechen, wollen wir Druck auf Politik und Wirtschaft ausüben. Auch wir selber können unser Handeln ändern. Deshalb wollen wir auch praktische Tipps geben, um Plastikmüll zu vermeiden.

Die AG Meeresschutz besteht seit dem 31. Januar dieses Jahres, ist somit also noch in der Phase des Findens. Wir würden uns über weitere Menschen freuen, denen die Ostsee auch am Herzen liegt und die Ideen, Engagement und Wissen einbringen können.

Wir treffen uns jeden letzten Donnerstag im Monat jeweils um 19 Uhr im Kollhorst.

Das nächste Treffen der Meermacher findet am Donnerstag, den 28. November, um 19 Uhr im Kollhorst statt.


Kontakt: Martina Ikert
nabu-kiel-meeresschutz(at)hotmail.com


Hilfe beim Fishing-for-Litter-Projekt des NABU

Fotos: NABU/Martina Ikert

 

Am 8. November haben vier Aktive des NABU Kiel auf dem Remondis Recyclinghof in Melsdorf beim Projekt Fishing-for-Litter mitgeholfen und den Müll aus den Häfen in Eckernförde und Heikendorf sortiert, gezählt und teilweise gewogen.
Das Projekt wird geleitet von Nils Möllmann, Referent Meere ohne Plastik, und unterstützt von der EU sowie von den Ländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Ziel ist es, den Müll aus dem Meer zu bergen, Daten zu erheben und die Akteure aktiv anzusprechen. In Zusammenarbeit mit der FH Magdeburg-Stendal werden die Eigenschaften hauptsächlich der Kunststoffe untersucht, um das Material als wertvolle Ressource zu recyceln.

Bisher beteiligen sich 150 Fischer an diesem Projekt an insgesamt 16 Häfen an Nord- und Ostsee.

Das Video Meere ohne Plastik – Fishing for Litter – Aus Abfall wird Neues zeigt eindrucksvoll und verständlich was genau hinter diesem Projekt steckt, die Ziele und die Logistik.
https://www.youtube.com/watch?v=ypQUEBfaaSk

Weitere Informationen zu diesem Thema:
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/meere-ohne-plastik/fishing-for-litter/index.html


International Coastal Cleanup Day 2019

Gemeinsame Strandsäuberungsaktion bei schönstem Wetter und guter Laune

Fotos: NABU/ Martina Ikert

 

Vielen Dank an alle Helfer und Helferinnen, die dem Aufruf zum Coastal Cleanup Day gefolgt sind und am Strand zwischen Laboe und Stein den Strand vom Müll befreit haben. Wir waren eine richtig große Gruppe, um die 30 Menschen, große und kleine. Ganz toll, wie auch die Kinder fleißig mitgeholfen haben. Die Fotos zeigen die verschiedenen Aktivitäten: sammeln, sortieren, klassifizieren, zählen, wiegen, dokumentieren. Die Daten werden an die Kieler Forschungswerkstatt geschickt, die dann die Ergebnisse der Reinigungsaktionen an der gesamten Kieler Förde an die Ocean Conservancy in Washington meldet, wo sie dann international ausgewertet werden.

Auch dieses Jahr standen die Zigarettenkippen zahlenmäßig an erster Stelle. Gesammelt wurden 430 Stück. Eine Zigarettenkippe braucht 5 Jahre, um zu verrotten. Das ist den meisten Rauchern scheinbar nicht bewusst.

Insgesamt können wir aber sagen, dass wir im Vergleich zum vorigen Jahr weniger Müll gefunden haben.