Nächstes Gruppentreffen

Unser nächstes Treffen findet am Mittwoch, 12. Februar um 19:00 Uhr statt (siehe auch Seite weiter unten).
Das Treffen ist offen für ALLE, die sich für Natur- und Artenschutz interessieren!

Ort: Naturerlebniszentrum Kollhorst (Anfahrt siehe hier)

Der Ausbau der B404 zur A21 schreitet voran. Als Kieler Anschluss ist die Südspange geplant. Es müssten noch zusätzlich der Neubau einer Nebenstrecke durch Gaarden Süd sowie ein Autobahnkreuz am Vieburger Gehölz gebaut werden. Dies wäre ein sehr großer Eingriff in dem Kieler Grüngürtel. Unterstützen Sie unsere Kampangne zum Erhalt des Kieler Klimagürtels.

Weitere Informationen

Der Ausstellungsraum der Naturstation
Der Ausstellungsraum der Naturstation

Naturstation Bottsand

Regelmäßig findet im Sommer der Vortrag  Vorstellung des Schutzgebietes Bottsand mit  anschließender Vogelbeobachtung am Deich statt.

Die Station ist erst wieder ab dem 1. Mai wieder geöffnet!

Weitere Informationen



Willkommen beim NABU Kiel

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Wir sind, was wir tun. Die Naturschutzmacher.


Unser nächstes Gruppentreffen

findet statt am Mittwoch, 12. Februar 2020 um 19:00 Uhr

Fotos: NABU/Christoph Bosch, Olaf Titko

Birger Reibisch berichtet über "Der Mäusebussard in Schleswig-Holstein. Ein weiterer Feldvogel für die Rote Liste?"

Ort: Naturerlebniszentrum Kollhorst (Anfahrt siehe hier)


Unser Veranstaltungsprogramm für 2020 steht zum Download bereit!

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Unser Veranstaltungsprogramm für 2020 (zum erleichterten Ausdrucken)
Das Veranstaltungsprogramm zum erleichterten Ausdrucken auf 4 Blatt à DIN A4
Jahresprogramm 2020 4xA4 WEB.pdf
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Download
Unser Veranstaltungsprogramm für 2020 (das Original)
Das Veranstaltungsprogramm im Originalformat (590 mm x 210 mm)
Jahresprogramm 2020 WEB.pdf
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Pressemitteilung NABU Kiel, 10.01.20

NABU Kiel: Luftreinhalteplan des MELUND und der Stadt Kiel ist mangelhaft

Der am Freitag vom MELUND veröffentlichte Luftreinhalteplan hat die Note mangelhaft verdient. Ein Plan der die Einhaltung der Stickstoffdioxid-Grenzwerte nur dadurch gewährleistet, dass auf dem Theodor-Heuss-Ring eine Baustelle eingerichtet wird, ist das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt wird. Statt ernsthaft die Ursachen der Luftverschmutzung zu bekämpfen, wird nur auf die Wirkung der Baustelle und später auf Filteranlagen gesetzt. Dabei ist völlig unklar, ob die Filteranlagen überhaupt funktionieren, da diese noch nicht mal getestet wurden.

Die Politik muss endlich Farbe bekennen und mit der Wahrheit nicht hinter dem Berg halten: die Grenzwerte sind kurzfristig nur mit Fahrverboten einzuhalten.

Der NABU Kiel fordert daher schon länger die Einrichtung einer Umweltzone für die Innenstadt zwischen Theodor-Heuss-Ring und Förde. Was in anderen Städten schon lange durchgeführt wird, würde auch in Kiel funktionieren. In Karlsruhe gibt es schon 2009 eine Umweltzone. Dort käme niemand mehr auf die Idee, dass die Umweltzone sich negativ auf die Stadt auswirken würde. Eine Aufhebung der Umweltzone wäre in Karlsruhe mit der modernen Verkehrsplanung undenkbar. In Kiel müsste die Umweltzone um ein Verbot für ältere Diesel ergänzt werden. Wer trotz des Verbotes in die Innenstadt fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen.

Die Politik darf nicht länger auf Kosten der Gesundheit der Bevölkerung, bei der sie schließlich in der Verantwortung steht, untätig sein.

Mittelfristig muss die Innenstadt autofrei werden. Dadurch würden sich nicht nur die aktuellen Diskussionen um Parkplätze erübrigen, sondern Kiel würde ein Vielfaches an Lebensqualität und sauberer Luft gewinnen.

V. i. S. d. P. Hartmut Rudolphi, NABU Kiel

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Die Pressemitteilung NABU Kiel vom 10.01.2020 als PDF-Download
NABU Kiel Pressemitteilung Luftreinhalte
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NABU Kiel misst Feinstaubwerte an Silvester

In Kiel wurden zu Silvester vom NABU Feinstaubwerte gemessen. Hintergrund ist die Diskussion um ein Böllerverbot.
Die Messstation befand sich in der Wik im 2. Stock. Gemessen wurden Partikel kleiner 10 µm (PM 10) und kleiner 2,5 µm (PM 2,5). Der gesetzlich zulässige Tagesgrenzwert liegt bei 50 µg/m³ (Mikrogramm pro Kubikmeter Luft), der nicht öfter als 35 mal im Jahr überschritten werden darf.
Kurz nach Mitternacht lagen beide Messwerte über 1.000 µg/m³ und damit mindestens 10 mal höher als der Tagesgrenzwert (siehe Loggerdaten). Interessanter als dieser Spitzenwert ist, dass der Grenzwert stundenlang überschritten wurde! - Aus anderen Städten sind ebenfalls Messwerte von über 1.000 µg/m³* bekannt.
Während viele Menschen mit dem guten Vorsatz „gesünder zu Leben“ ins neue Jahr starten, spielt die Gesundheit scheinbar an Silvester selbst keine Rolle. Denn die gesundheitlichen Folgen hoher Feinstaubkonzentrationen sind längst belegt. Besonders Kleinkinder, ältere Leute oder Schwangere dürften sich an Silvester nicht in der direkten Nähe zum Feuerwerk aufhalten, schon einmalig hohe Werte können zu Gesundheitsschäden führen*.
Neben den sehr hohen Feinstaubwerten ist auch die mit dem Feuerwerk verbundene Müllproduktion nicht mehr akzeptabel. Und es wird immer mehr Müll. In den letzten 20 Jahren ist der Umsatz mit Feuerwerkskörpern bundesweit um rund ein Drittel auf 133 Mio. € gestiegen**. In Kiel kommt noch hinzu, dass viel von dem Müll in der Förde landet. Dort werden die Schadstoffe und das Mikroplastik von Fischen aufgenommen, die später auf unserem Teller landen.

Zeitlicher Verlauf der Feinstaubkonzentration (Vergrößern durch Klicken) - Grafik: NABU/F. Pliquett

 

Die Störungen durch die Knallerei und den Lichteffekten führen bei Wildtieren zu extremen Stresssituationen und den damit verbundenen Problemen. Besonders zur kalten Jahreszeit bräuchten Tiere Rückzugsräume um nicht unnötig Energiereserven zu verbrauchen. Aber z.B. die Gewässer rund um Kiel sind nach Silvester komplett leer, alle Wasservögel haben die Gewässer verlassen.
Alle Gründe hinsichtlich Natur- und Umweltschutz sowie Gesundheit sprechen für ein Verbot von privaten Feuerwerken.

*Angaben vom Umweltbundesamt
**Stista, Wert für Silvester 2018/2019


Pressemitteilung von 11 Kieler Initiativen vom 02.12.2019

Fotos: NABU/Hartmut Rudolphi

 

Ein Bündnis aus 11 verschiedenen Initiativen, Verbänden und Kieler Bürger*innen fordern die Ratsfraktionsparteien auf, die Straßenbaupläne im Kieler Süden zu stoppen!

Am Montag, 02.12.2019 um 14 Uhr wurden hunderte Protestpostkarten der Fraktionen CDU, SPD, Bündnis90/Die Grünen und der FDP, die bereits innerhalb von drei Stunden von Bürger*innen aus Kiel und dem Umland unterschrieben wurden, in deren Briefkästen gesteckt.

Hintergrund ist der voranschreitende Ausbau der B404 zur A21 Richtung Kiel. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 sind der Autobahnbau bis zum Barkauer Kreuz in Kiel sowie die sogenannte Südspange als „vordringlicher Bedarf“ festgelegt. Der Bau der Südspange würde mitten durch den historischen Grüngürtel bis zur B76 führen.

Ein wertvoller Natur- und Erholungsraum würde zerstört werden: Das Gebiet im Bereich Meimersdorfer Moor, Vieburger Gehölz und der über 300 Kleingärten ist Lebensraum vieler geschützter Tier- und Pflanzenarten sowie wichtiger Naherholungsraum für die Kieler Bevölkerung. Für dessen Erhalt kämpfen diese 11 Initiativen zusammen mit den Kieler Bürger*innen, denn seit Mitte Mai 2019 haben die Ratsfraktionsparteien den Klimanotstand erklärt und sich dazu entschlossen, alle Beschlüsse zugunsten des Klimas, der Natur und der Umwelt zu entscheiden.

 

v.i.S.d.P. Erna Lange, Bürgerinitiative Klimanotstand-Kiel


Mobile Absaugaktion am Ziegelteich

Anschließend an die große Klimaschutzdemonstration am 29.11.2019 führte der Mobolitätsrat Kiel eine "mobile Absaugaktion" durch. Am Ziegelteich wurden mit einer symbolischen Aktion Abgase abgesaugt, um darauf hinzuweisen, dass nach teilweiser Umleitung des Schwerlastverkehrs vom Theodor-Heuss-Ring die Abgase nicht einfach verschwinden, sondern sogar in die belebte Innenstadt getragen werden.

Fotos: NABU/Frank Pliquett


Fridays for Future-Demo in Kiel

Fotos: NABU/Hartmut Rudolphi

 

29. November: Fridays for Future - trotz Kälte und Weihnachtszeit sind wieder 11.000 in Kiel zum globalen Streik auf die Straße gegangen. Nach der Demo gab es noch weitere Aktionen. Der NABU Kiel war beim 'Abgase absaugen' vom Mobilitätsrat und bei der Aktion gegen die Südspange vom Bündnis Vorfahrt für den Klimagürtel dabei.

Fotos: NABU/Hartmut Rudolphi

 

16.000 Menschen waren am 20. September bei der Fridays for Future-Demo in Kiel dabei - so viele wie noch nie! Das ist ein deutliches Zeichen auch an die Kieler Politik und Verwaltung. Die Zeiten des Nichthandelns und der Symbolpolitik müssen endlich vorbei sein. In Kiel muss die Mobilitätswende vorangetrieben werden. Eine autofreie Innenstadt, ein sehr gut ausgebautes Fahrradwegenetz und ein ÖPNV mit enger Taktung sind drei zentrale Forderungen des NABU Kiel. Andere Städte machen es vor.

Stattdessen beschließen die Kieler Politikerinnen und Politiker aller Parteien den Bau der Südspange und der A21-Nebenstrecke, die ein weiterer massiver Eingriff in den Kieler Grüngürtel bedeutet. Der Grüngürtel ist auch Kiels Klimagürtel, der Kiel mit sauberer Frischluft versorgt. Dass im Kieler Rathaus Bündnis 90/Die Grünen, SPD, FDP und CDU weiter an diesen Plänen festhält, ist unverantwortlich!