Nächstes Gruppentreffen

Unser nächstes Treffen findet am Mittwoch, 9. August um 19:00 Uhr statt (siehe auch Seite unten).
Das Treffen ist offen für ALLE, die sich für Natur- und Artenschutz interessieren!

Ort: Naturerlebniszentrum Kollhorst (Anfahrt siehe hier)

Foto: Felix Paulin
Foto: Felix Paulin

International Coastal Cleanup Day am 16.09.

Auch in diesem Jahr findet wieder eine Strandreinigung bei Stein / Laboe im Rahmen des International Coastal Cleanup Days statt. Im letzten Jahr sammelten 590 Freiwillige bei 31 Aktionen mehr als 4.300 Kilogramm Müll aus Flüssen, Seen und an Stränden. Darunter Fischernetze, Coffee-to-go-Becher und Verpackungen.

Weitere Informationen

Vogel des Jahres 2017

Gesucht: Waldkauz

Der NABU hat den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017 gewählt. Daher soll in Kiel eine Erfassung des Waldkauzbestandes in Kiel durchgeführt werden. Wir freuen uns, wenn Sie uns Waldkauz-vorkommen in Kiel melden.

Mehr darüber lesen Sie hier


 

 

Willkommen beim NABU Kiel

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Wir sind, was wir tun. Die Naturschutzmacher.


Foto: Kieler Nachrichten - Karina Dreyer
Foto: Kieler Nachrichten - Karina Dreyer

Nachruf

Dr. Roland Dold ist tot. Er ist am 08. August 2017 im Alter von 71 Jahren verstorben.
Ein Urgestein des Vogelschutzbundes, später Naturschutzbund, ist nicht mehr. Wir, die wir ihn gut gekannt haben, können es immer noch nicht fassen. Wann habe ich ihn eigentlich das letzte Mal getroffen? Jedenfalls ist es noch nicht lange her. Er war eigentlich irgendwie immer da. Wenn ich ihn traf, war er meistens gut gelaunt, auch ernsthaft, nachdenklich, manchmal auch pessimistisch und verzweifelt, wenn es um Themen des Naturschutzes ging. Mit seiner Art, seinem Wissen, seiner Ausstrahlung, hat er mich immer in seinen Bann gezogen. Einen so faszinierenden Menschen wie Roland habe ich in meinem Leben nur sehr selten getroffen.


Roland hat nach dem Abitur seine Wehrplicht bei den Gebirgsjägern abgeleistet. Er liebte es, in den Bergen unterwegs zu sein, verabscheute aber den Dienst als Soldat. Danach begann ein Studium der Biologie mit dem Hauptfach Zoologie und den Nebenfächern Meereskunde und Geologie an der Christian Albrechts Universität in Kiel. Sein Studium beendete er mit einer Dissertation "Zur Ökologie, Substratspezifität und Bioturbation von Makrobenthos auf Weichböden der Kieler Bucht". Dieser Aufgabe hat er sich mit der ihm eigenen Leidenschaft und Hingabe gewidmet. Deutlich wurde dabei auch eine weitere Charaktereigenschaft: Sein Bemühen um Präzision bis in das letzte Detail. Für seine Dissertation hat er viele Jahre lang geforscht, den Text immer wieder überarbeitet, ergänzt, geschliffen, so dass die Dissertation schließlich zu einem Werk mit 447 Seiten Text und 25 Seiten Literaturverzeichnis gedieh.
Er war schon da, als ich vor mehr als 30 Jahren erstmals an einer Veranstaltung des Vogelschutzbundes teilnahm. Am 01.01.1988 ist Roland Mitglied des Vogelschutzbundes geworden. Damals füllten die Veranstaltungen des Vereins noch Säle. Dann wurde das Thema Natur- und Umweltschutz für Politik und Verwaltung interessant und in der Folge professionalisiert. Die Zahl der ehrenamtlich in diesem Bereich Tätigen schmolz auf ein kleines Häuflein. Roland blieb dem Naturschutzbund treu.
Er arbeitete einige Zeit unter widrigsten Umständen für den NABU. Später war er dann für den Verein KNIK in Raisdorf tätig. Über viele Jahre bis zuletzt war ihm die Erhaltung des Trauerseeschwalbenbestandes in Schleswig Holstein ein Anliegen, in das er viel Arbeit und Zeit investiert hat. Die Zusammenarbeit mit den Landwirten auf Eiderstedt war nicht immer leicht. Es ist ihm gelungen, wenigstens Verständnis für sein Anliegen und mit dem Landwirt Claus Ivens sogar einen Unterstützer für seine Sache zu gewinnen. Wenn es in der NABU-Ortsgruppe etwas zu tun gab, konnten wir immer auf ihn zählen. Er war mit Carsten Harrje zusammen bereit, als stellvertretender Vorsitzender Arbeit im Vorstand zu übernehmen, als sich sonst niemand dafür fand. Über viele Jahre hat er maßgeblich bei der Nistkastenaktion des NABU auf dem Friedhof Eichhof mitgemacht. Er konnte nicht nur anhand der Nester in den Kästen den jeweiligen Brutvogel und den Bruterfolg bestimmen. Über die Bäume, Sträucher und die sonstigen Pflanzen wusste er aufgrund seines für mich unfassbaren Wissens zu berichten. Da war ein Mensch, der, wie mir schien, ein grenzenloses Wissen in seinem Kopf gespeichert hatte. Ich habe einfach nur gestaunt.
Seine Wissbegierde war über die Jahre und bis zum Schluss ungestillt. So hat er sich zu einem auch in Fachkreisen geschätzten Pomologen (Lehre von den Arten und Sorten des Obstes und deren systematische Einteilung und Bestimmung) entwickelt.
In Gesprächen mit ihm über Probleme des Naturschutzes hat ihn die Entwicklung der modernen Landwirtschaft mit ihren katastrophalen Folgen für die Natur verzweifelt und wütend gemacht. Er ist darüber nicht zum Zyniker geworden. Er hat gekämpft und sich engagiert, bis zum Schluss. Wenn es Demonstrationen zu Umweltproblemen gab, fuhr er hin und war dabei. Auch in allgemeinen politischen Fragen hatte er entschiedene Ansichten, die er ebenso entschieden vertreten hat, auch durch Teilnahme an Demonstrationen. So war er beispielsweise dabei, als im Oktober 2015 in Berlin 25.000 Menschen gegen die TIPP-Verhandlungen protestierten. Obwohl er und seine Familie nur über begrenzte finanzielle Mittel verfügten, unterstützte er durch Spenden zahlreiche Organisationen auch außerhalb des Naturschutzbereichs. Und, für mich unerwartet, entpuppte sich Roland als treuer Fan des Handballvereins THW Kiel.
Mit den Themen Wissenschaft, Naturschutz und Politik ist nur ein Teil dessen beschrieben, was ihn umtrieb. Vielleicht am meisten am Herzen lag ihm die Einführung von Kindern in Themen des Naturschutzes. Roland mochte Kinder und sie mochten ihn. Im Sommer betreute er Kinder und Jugendliche in dem Zeltlager Selker Noor. Sie nannten ihn liebevoll "unseren Öko". Er versuchte ihnen die Natur und ihre faszinierende Vielfalt in spielerischer Weise zu vermitteln. Viele Jahre lang und bis zu seinem Tode arbeitete er im Naturfreundehaus in Kalifornien. Für die Kinder dort war er ihr "Roli", der mit ihnen Ausflüge an der Ostsee unternahm und so viel zu erzählen hatte. In seinem Zimmer im Naturfreundehaus unterhielt er größere Aquarien, in denen er den Kindern Pflanzen und Tiere der Ostsee zeigen konnte. Seine Ehefrau berichtete mir, dass Roland regelmäßig erst kurz vor Mitternacht von Kalifornien zurückgekommen sei. Dann habe er sich oft noch politische Sendungen im Fernsehen angesehen. Er war spät abends mit seinem Kescher am Strand von Kalifornien unterwegs, als die Blutung einsetzte, die zu seinem Tode führte.
Dr. Roland Dold hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder. Ihnen gilt unser Mitgefühl.
Wir werden ihn vermissen.

Friedrich Brinker


Unser nächstes Gruppentreffen

findet statt am Mittwoch, 11. Oktober 19:00 Uhr

Diesesmal mit einem Vortrag: Gryllteiste und Spatelente - Nordische Gäste in unserer Region.

Ein Fotovortrag von Sabine Hagenacker der Sie dazu einlädt, mit „Emma“ und „Mäuschen“ (diese Namensgebung ist der Vortragenden ein Bedürfnis) in heimische Gewässer abzutauchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ort: Naturerlebniszentrum Kollhorst (Anfahrt siehe hier)

 

Fotos: Sabine Hagenacker