Fledermäuse in Kiel

Fledermausführung im Vieburger Gehölz - Foto: AGF
Fledermausführung im Vieburger Gehölz - Foto: AGF

Der Kieler Ableger der überregionalen

AG Fledermausschutz (AGF) hat sich Öffentlichkeitsarbeit, schutzrelevante Forschung und die Planung und Durchführung von Schutzmaßnahmen zur Aufgabe gemacht. Die Gruppe trifft sich meist monatlich, um aktuelle Projekte zu besprechen und Ideen auszutauschen, außerdem werden bei Bedarf zusätzliche Termine kurzfristig kommuniziert.
Neue Gesichter sind immer willkommen, sei es bei den Treffen oder den Aktionen. Über eMail ist die Gruppe zu erreichen, die

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AGF-Kiel austauscht.


Neue Wohnungen für Kieler Fledermäuse

Neue Wohnungen für Fledermäuse: Flachkasten, kleine Fledermaushöhle und Großraumhöhle - Foto: Hartmut Rudolphi
Neue Wohnungen für Fledermäuse: Flachkasten, kleine Fledermaushöhle und Großraumhöhle - Foto: Hartmut Rudolphi

Die Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz in Kiel (AGF Kiel) hat diesen Herbst wieder neue Kästen für Fledermäuse aufgehängt. Die Reviere in den Kieler Wäldern Russeer Gehege, Vieburger Gehölz Gehege Kronsburg und Hofholz, in denen bereits Kästen hängen, wurden durch die 9 neuen Kästen ergänzt. Dabei werden ganz unterschiedliche Kastentypen verwendet, wie Flachkästen, Fledermaushöhlen oder Großraumhöhlen. Insgesamt betreut die AGF Kiel inzwischen über 100 Fledermauskästen.

Ehrenamtliche des NABU Kiel hängen Fledermauskästen auf - Foto: Frank Pliquett
Ehrenamtliche des NABU Kiel hängen Fledermauskästen auf - Foto: Frank Pliquett

Die Kästen werden von den Fledermäusen gerne angenommen. In Kiel findet man in den Quartieren hauptsächlich Große Abendsegler, Zwergfledermäuse, Fransenfledermäuse und Wasserfledermäuse. Im Russeer Gehege nutzen auch mal die seltenen Teichfledermäuse die Behausungen. In der Regel werden die Kästen als Zwischenquartier genutzt, wenn Beispielsweise die Tiere im Herbst auf dem Weg zu den Winterquartieren sind. Manche dienen auch als Balzquartier. Dann sitzen in den Kästen Männchen, die mit ihren Balzrufen die Weibchen anzulocken. In seltenen Fällen werden die Kästen als Wochenstubenquartier genutzt, in denen die Weibchen die Jungen aufziehen, oder als Winterquartier.

 

Die Kästen sind notwendig, weil es durch die forstwirtschaftliche Nutzung der Wälder zu wenige natürliche Baumhöhlen gibt. Baumhöhlen, die für Fledermäuse als Quartier interessant sind, entstehen oft erst bei Bäumen, die über 150 Jahre alt sind. Gerodet werden die Bäume aber i.d.R. schon im Alter unter 150 Jahre. Die Kästen sind aber kein wirklicher Ersatz, sondern ergänzen nur das natürliche Quartierangebot. Denn Fledermäuse sind darauf angewiesen, dass viele Quartiere zur Verfügung stehen, zwischen denen sie wechseln können. Um den Fledermausbestand langfristig zu sichern, sind daher natürliche Baumhöhlen unbedingt notwendig.


Fledermäuse machen Schule

"Fledermäuse machen Schule" ist ein gemeinsames Projekt der Arbeitsgemein-schaft Fledermausschutz und des Natur-erlebniszentrums Kollhorst/ Kollhorst e.V..

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadtwerke Kiel können alle Kieler Schulen unter besonders günstigen Bedingungen an "Fledermäuse machen Schule" teilnehmen.

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