Positionspapier der Kieler Naturschutzverbände NABU und BUND zum Beschluss zur Weiterentwicklung des „Kieler Stadtgrüns“

Mit dem Beschluss zum Wohnbauflächenatlas Kiel wurde von der Ratsversammlung auch die Stärkung und Weiterentwicklung des Kieler Stadtgrüns beschlossen. Der NABU Kiel sowie der BUND Kiel haben daher Punkte erarbeitet, die aus Sicht des Naturschutzes unbedingt bei der Planung zum Kieler Stadtgrün zu berücksichtigen sind, damit parallel zur Ausweisung neuer Wohnbauflächen und den damit verbundenen Eingriffen in den Naturhaushalt sowie in Erholungsräume für die Bevölkerung, der notwendige Ausgleich geschaffen wird.
Mit dem Gut Grund und Boden ist grundsätzlich sparsam und zurückhaltend umzugehen. Sowohl das Baugesetzbuch als auch das Bundesnaturschutzgesetz stellen die Notwendigkeit zu einem nachhaltigen Umgang mit diesem nicht vermehrbaren Gut an vorderste Stelle. Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie und als deren aktuelle Fortschreibung erklären auch politisch-strategisch den sparsamen Umgang mit unseren Ressourcen zur allgemeinen Handlungsleitlinie. Bei der Umsetzung der politischen Vorgabe 'Innenentwicklung vor Außenentwicklung' muss immer ein besonderes Augenmerk auch auf die Wertigkeit von Innenbereichsflächen gelegt werden!

Grünbestimmte Räume, Sukzessionsflächen, Flächen die nie oder seit langer Zeit nicht mehr bebaut waren, müssen vorrangig als Grünraum erhalten werden.

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NABU Positionspapier "Kieler Stadtgrün"
Positionspapier der Kieler Naturschutzverbände NABU und BUND
zum Beschluss zur Weiterentwicklung des „Kieler Stadtgrüns“
NABU Postionspapier_Kieler Stadtgrün_141
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Suchsdorf West: Lärmaktionsplan droht zur Makulatur zu werden

Die Ratsversammlung hat am Donnerstag, den 16.11.17, die Prüfung eines neuen Wohngebietes in Suchsdorf West beschlossen. Die Kieler Umweltverbände machen sich dafür stark, damit das nicht umgesetzt wird. Sollte dort auf der "grünen Wiese"  nach Meimersdorf Süd erneut ein komplett neues Wohngebiet geplant werden, würde die Ratsversammlung wieder mal bestehende Pläne für Natur- und Umweltschutz sowie die Gesundheit der Kieler Bevölkerung zu Makulatur erklären. Das Gebiet westlich von Suchsdorf war eigentlich mal als Landschaftsschutzgebiet geplant. Und das aus gutem Grund, denn die Flächen könnten naturschutzfachlich aufgewertet werden, sind im Lärmaktionsplan als ruhiges Gebiet ausgewiesen und sind wichtig als Frischluftschneise für Kiel.

 

Wenn die Ratsversammlung u.a. mit Stimmen der SPD und CDU dort wirklich mal eine großflächige Bebauung beschließt, sollte die Stadt ehrlicherweise aus dem Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" austreten und offen zugeben, dass Klimaschutz und die Gesundheit der Bevölkerung für die Politiker keinerlei Stellenwert hat. So viel Ehrlichkeit gegenüber den Menschen in Kiel kann man von Politikern erwarten.

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PM von BUND und NABU zur Ratsversammlung/Suchsdorf West vom 16.11.2017
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Wohnungsbau in Kiel –

Stadtverwaltung veröffentlicht Wohnbauflächenatlas

Im Sommer wurde der Entwurf vom Wohnbauflächenatlas als Beschlussvorlage für die Ratsversammlung veröffentlicht. Das Stadtplanungsamt hat für die Stadt Kiel Flächen identifiziert, die für den Wohnungsbau genutzt werden können und sollen. Bei diesem Entwurf werden die Flächen, die sich im Eigentum der Stadt befinden, dargestellt. In einem zweiten Entwurf werden Anfang kommenden Jahres noch die im Privatbesitz befindlichen Flächen aufgezeigt. Mit der geplanten Bebauung will die Stadt Kiel dem prognostizierten Wohnungsmangel ...
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Wohnungsbau in Kiel – Pressemitteilung des NABU Kiel

Gemeinsame Stellungnahme der Kieler Umweltverbände zum Entwurf eines
Wohnbauflächenatlas:
Bauwahn oder Zukunftsplanung?
BUND und NABU kritisieren mangelhafte Einbindung von Bürgern, Verbänden und
Fachkonzepten bei der Erstellung des Wohnbauflächenatlas. Nach Bewertung der
Umweltverbände fehle dem Atlas die nötige stadtplanerische Qualität, um den
verschiedenen Nutzungsansprüchen in der Stadt gerecht zu werden. NABU und BUND
fordert insbesondere die Veräußerung von Flächen im städtischen Besitz an klare,
ambitionierte Kriterien zu knüpfen und das Tafelsilber der Stadt nicht leichtfertig an
Investoren zu verkaufen.

 

Näheres finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung.